Was dürfen Katzen fressen und was nicht?
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Highlights
- Katzen sind ͏Fl͏eis͏ch͏fresse͏r und b͏rau͏͏chen͏ ͏ti͏erische͏s Eiw͏ei͏ß͏ un͏͏d Fet͏t, um gesund zu bleiben.
- H͏ochw͏ertig͏͏es Na͏ssfutt͏͏er i͏st ͏ideal, da es alle wi͏chti͏ge͏n͏ Nährs͏to͏ffe l͏ief͏e͏rt,͏ vor a͏llem͏ Taur͏in, ͏un͏d ͏z͏usät͏z͏l͏ich͏͏ für ͏ei͏͏n͏e gute ͏F͏lü͏ss͏igkeits͏zufuhr͏ ͏sorgt͏.
- Geeignete Fleisch͏sorte͏n sin͏d Huhn, Put͏e͏, R͏ind, Kaninchen ͏und besti͏mmte Fi͏s͏char͏͏te͏n. Immer mager, unge͏wü͏r͏zt͏ und gut dur͏chgeg͏a͏rt.͏
- Kleine ͏M͏engen͏ Gemü͏se oder͏ Obs͏t wie Karotten͏, Zu͏cchi͏n͏i, ͏Beeren͏͏, Mel͏one o͏de͏r Apfel sin͏d als g͏e͏leg͏en͏tl͏iche Sna͏c͏ks ͏er͏lau͏bt.
- Verbot͏en͏ sind Zwiebeln, Schokolade, Kn͏oblauch, L͏auch͏,͏ r͏ohe Karto͏ff͏e͏l͏n, Avocado, Brot un͏d ähnlic͏h͏e Lebensm͏ittel, da sie giftig ͏o͏de͏r schwer verd͏aulich für͏ K͏atzen sind.
Katzen gelten oft als Feinschmecker und sind oft wählerisch beim Futter, aber was fressen Katzen eigentlich? Welche Nährstoffe brauchen sie unbedingt und welche Lebensmittel vertragen sie nicht? Wir verraten dir, was deine Katze braucht, was sie gern frisst und was giftig für sie ist – damit du deinen kleinen Feinschmecker ruhigen Gewissens verwöhnen kannst.
Welche Nahrung brauchen Katzen, um zu überleben?
Katzen sind Raubtiere und durch und durch Fleischfresser. In freier Wildbahn würden sie sich vorwiegend von kleinen Wirbeltieren wie Mäusen ernähren, aber auch von Vögeln, Insekten und manchmal Fisch. Das heißt, ihr Verdauungssystem ist auf proteinreiche, fettreiche und leicht verdauliche Kost ausgelegt. Katzen brauchen also in erster Linie Proteine (Eiweiß) und Fett. Ballaststoffe hingegen würden sie in freier Wildbahn nur über die pflanzlichen Reste im Magen ihrer Beutetiere zu sich nehmen.
Proteine bestehen aus sogenannten essenziellen und nicht essenziellen Aminosäuren. Zehn der essenziellen Aminosäuren sind für Katzen lebensnotwendig, denn sie sind für den gesunden Aufbau und die Funktion von Körperzellen, Muskulatur, Fell, Haut und Krallen entscheidend. Diese zehn für Katzen essenziellen Aminosäuren können die Tiere aber nicht aus anderen Aminosäuren aufbauen, sie müssen sie mit ihrer Nahrung aufnehmen. Eine wichtige Aminosäure für Katzen ist Taurin: Diese Aminosäure ist u. a. essenziell für den Stoffwechsel, und ein Mangel kann zu Erblindung, Taubheit und Herzfehlern führen.
Tierische Fette werden von Katzen in Fettsäuren und Glycerin aufgespalten. Die Fettsäuren werden unter anderem für eine gesunde Verdauung und ein gutes Immunsystem benötigt. Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure sind für Katzen essenziell: Linolsäure ist wichtig für Haut und Fell, Linolensäure für die Zellen und das zentrale Nervensystem und Arachidonsäure als Bestandteil der Zellmembran, wie etwa für den Stoffwechsel. Das Glycerin hingegen dient als Energiespeicher im Fettgewebe und versorgt die Katzen so mit Energie.
Zusätzlich zu Proteinen und Fetten benötigen Katzen geringe Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem B-Vitamine, Vitamin C sowie die Vitamine A, D, E und K sind für Katzen lebenswichtig. Mineralstoffe werden in Mengen- und Spurenelemente unterteilt: An Mineralstoffen werden hauptsächlich Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kalium benötigt und an Spurenelementen Eisen, Mangan, Zink, Kupfer und Selen.
Das klingt erst einmal nach vielen Nährstoffen, die du bei der Fütterung berücksichtigen musst – aber keine Sorge! Ein hochwertiges Katzenfutter enthält alle für deine Katze lebensnotwendigen Nährstoffe in ausgewogener Menge. Wenn du dich an die Fütterungsvorgaben hältst, musst du also nichts zufüttern und kannst trotzdem ganz unbesorgt sein, dass deine Katze alles bekommt, was sie braucht.
Was dürfen Katzen fressen?
Deine Katze frisst nicht gut? Vielleicht liegt es an ihrer Ernährung. Katzen sind Fleisc͏hfresser – sie brauchen ͏vor a͏llem tierisches E͏iweiß. Dennoch dürfen si͏e einige͏ andere L͏ebensmittel in klein͏en Mengen probiere͏n. Hier beantworten wir dir die Frage „Was fressen Katzen?” und was ist erlaubt, zusätzlich zu ausgewogenem Katzenfutter:͏
- Flei͏s͏ch: Katze͏n dürf͏en͏ mageres Fleisch (außer rohes Fleisch vom Schwein) fressen. Immer gut d͏urchgegar͏t und ungewürzt. Roh͏es Fleisch kann ge͏fährlic͏he Keime enthalten͏. Nur ͏mageres ͏Rind͏fleisch dar͏f geleg͏en͏tlich roh und͏ mit͏ Vorsic͏h͏t gefüttert͏ werden͏.
- Gemüse: ͏Selten sind kleine Me͏ngen gekochtes, un͏gewürztes Gemüse w͏ie Ka͏rotten, Zucchini, Kürbis oder Erbsen als E͏r͏gänzung erlaub͏t.
- Obst: Als s͏eltenes Le͏ckerli eignen sich Bee͏r͏en, M͏elo͏ne, entkernte Äpfel oder Banane. Obst ͏enthäl͏t F͏ruchtzucker, d͏aher nur sehr͏ sparsam fütt͏ern.
- Eier: ͏Roh ͏tabu, da es͏ Bakterien en͏thalt͏en kann. Erlaubt sind kleine ͏Stücke hartgekochtes Ei als gelegentliche Proteinquelle.
- Milchpro͏du͏kte: Vi͏ele Ka͏tzen v͏ertr͏agen Lak͏t͏ose schlecht. Kleine Mengen͏ ͏Naturjog͏hurt oder Hartkä͏se ͏s͏ind in͏ Or͏dnung, Mi͏lch oder g͏ezuckerte͏ ͏Pr͏o͏dukte aber nicht.
Manchmal hat es aber auch andere Gründe, wenn deine Katze nicht frisst und sich zurückzieht. Mehr dazu liest du in diesem Beitrag.
Was fressen Katzen am liebsten?
Ganz klar tierisches Protein, am liebsten Fleisch! Vor allem Huhn, Pute und Rindfleisch mögen fast alle Katzen am liebsten. Aber jede Katze ist anders: Die eine frisst lieber Huhn, die andere lieber Rindfleisch. Probiere am besten alles aus, was erlaubt ist, um herauszufinden, was dein Liebling besonders gern mag.
Was dürfen Katzen nicht fressen?
Was ist giftig für Katzen? Es gibt eine Reihe von Lebensmitteln, die für Katzen sehr schädlich sind, auch wenn wir Menschen sie gern und regelmäßig zu uns nehmen. Die folgenden Lebensmittel solltest du deiner Samtpfote deshalb niemals zu fressen geben.
Rohes Schweinefleisch
Rohes Schweinefleisch dürfen Katzen auf keinen Fall zu sich nehmen, denn es kann bei den Stubentigern zur tödlichen Aujeszkyschen Krankheit führen, die mit unheilbaren Gehirn- und Rückenmarksentzündungen einhergeht. Rohes Schweinefleisch kann auch mit Trichinen, Bandwürmern, Salmonellen und Erregern von Toxoplasmose verseucht sein. Manche Katzen-Ratgeber raten sogar ganz vom Verzehr von Schweinefleisch ab, dabei spricht aber nichts gegen ein gut durchgegartes, mageres Stück.
Generell sollten alle Fleisch- und Fischsorten durchgegart werden, um Bakterien, Keime und Parasiten, die sich mitunter auf dem Fleisch abgesetzt haben, abzutöten.
Zwiebeln, Knoblauch und Lauchgemüse
Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen, die für Katzen giftig sind und die zu Erbrechen, Durchfall oder Schleimhautreizungen führen und längerfristig sogar eine Anämie zur Folge haben können. Selbst kleinere Mengen Zwiebel können gravierende Folgen haben.
Knoblauch enthält ebenfalls gefährliche Stoffe, die für Katzen extrem schädlich sind und bei den Vierbeinern Vergiftungserscheinungen auslösen können. Genauso giftig sind Lauchgewächse wie Schnittlauch und Bärlauch. Diese sollten in einem Katzenhaushalt niemals auf der Fensterbank bzw. frei zugänglich für die Katzen gezogen werden.
Rohe Kartoffeln, Tomaten und Aubergine
Die Nachtschattengewächse enthalten Solanin, das bei Katzen zu Durchfall, Krämpfen und Atemproblemen führen kann, sowie Atropin, das Herzrhythmusstörungen verursachen kann. Darüber hinaus enthalten rohe Kartoffeln sehr viel Stärke, die Katzen nicht verdauen können.
Avocado
Was ist giftig für Katzen? Ganz klar, Avocados! Sie enthalten den Stoff Persin, der Verdauungsbeschwerden, Atemnot, Ödeme und Herzmuskelschäden verursachen und sogar tödliche Folgen haben kann. Außerdem führen Avocados aufgrund ihres hohen Fettgehalts bei Katzen leicht zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Steinobst, Weintrauben und Rosinen
Steinobst wie z. B. Pflaumen, Aprikosen und Kirschen enthalten Amygdalin, das sich zu Blausäure entwickeln kann. Für Katzen ist die Blausäure gefährlich, denn sie kann zu Vergiftungserscheinungen führen und Übelkeit, Erbrechen und Atembeschwerden auslösen.
Weintrauben können bei Katzen zu Unwohlsein und im schlimmsten Fall sogar zu Nierenversagen führen. Vermutlich löst die in den Früchten enthaltene Oxalsäure die gesundheitlichen Probleme bei Katzen aus, genau geklärt ist dies allerdings noch nicht. Da Oxalsäure in Rosinen sogar in noch höherer Konzentration vorkommt, sollten Katzen weder frische Weintrauben noch Rosinen zu sich nehmen.
Kohl und Hülsenfrüchte
Kohl und Hülsenfrüchte können bei Katzen zu sehr schmerzhaften Blähungen und akuten Verdauungsbeschwerden führen, vor allem in roher Form. Darüber hinaus enthalten Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen Toxine wie Phasin, die bei Katzen Bauchkrämpfe, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufprobleme auslösen können.
Brot und Gebäck
Katzen sind in der Lage Stärke aus Brot und Gebäck in kleineren Mengen zu verdauen und die daraus resultierende Energie zu nutzen. Ihr gesamter Verdauungstrakt und Stoffwechsel sind jedoch die eines Fleischfressers, weshalb eine Ernährung mit hohem Stärkeanteil für sie nicht artgerecht ist und sich nachteilig auf die Verdauung auswirken kann.
Milchprodukte
Während Kitten Laktase produzieren und den Milchzucker Laktose aufspalten können, können erwachsene Katzen das nicht mehr. Deshalb vertragen die meisten erwachsenen Katzen keine Laktose und somit keine Milch und laktosehaltigen Milchprodukte wie Butter oder Weichkäse. Die Folgen sind Verdauungsprobleme, Durchfall und Bauchkrämpfe sowie eine gestörte Darmflora.
Gewürze
Salz ist für Katzen genau wie für uns Menschen lebenswichtig. Allerdings nehmen die Samtpfoten über ihre reguläre Nahrung bereits genug Salz zu sich und ein zu großes Plus an Salz kann zu Nierenschäden oder Herzproblemen führen. Fleisch, Fisch und Gemüse sollten deshalb niemals gesalzen werden und auch stark salzhaltige Lebensmittel wie Rollmops, Matjes, Wurst und geräuchertes Fleisch sind tabu.
Ebenso sollten Katzen aufgrund ihres sehr feinen Geschmacksinns keine intensiven Gewürze wie Pfeffer, Chili oder Curry zu sich nehmen. Einige Gewürze wie Fenchel und Basilikum hingegen wirken sich positiv auf die Verdauung aus und dürfen durchaus von Katzen gefressen werden.
Schokolade
Süßigkeiten sollten Katzen grundsätzlich nicht gefüttert werden. Katzen sind von Natur aus Fleischfresser und ihr Stoffwechsel ist nicht darauf ausgelegt, große Mengen Zucker zu verwerten. Viele süße Produkte enthalten zudem Zutaten wie Kakao, Zuckeraustauschstoffe oder Gewürze, die für Katzen ungeeignet oder sogar gesundheitsschädlich sein können. Auch wenn kleine Mengen Zucker unbedenklich sind, liefern Süßigkeiten keinen ernährungsphysiologischen Nutzen für die Katze und können langfristig zu Übergewicht oder Verdauungsproblemen beitragen. Für eine ausgewogene Ernährung sind daher speziell auf Katzen abgestimmte Futtermittel die bessere Wahl.
Schokolade jedoch ist für Katzen richtig gefährlich, denn das enthaltene Theobromin kann schon in kleinen Mengen zu Erbrechen und Durchfall, verstärkter Atmung, Muskelzittern und Krämpfen führen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher: Mit dem Kakaoanteil steigt auch der Theobromingehalt.
Pflanzen
Es gibt eine Reihe von Blumen und Pflanzen, die zwar in vielen Wohnzimmern stehen, die für Katzen aber hochgradig giftig sind. Dazu zählen zum Beispiel das Alpenveilchen, Oleander, Lilien, Azaleen, Efeu und Birkenfeigen. Diese können bei Katzen Erbrechen, Durchfall und Krämpfe auslösen und sollten in Katzenhaushalten am besten komplett gemieden werden. Informiere dich deshalb gut darüber, welche Pflanzen für Katzen giftig sind.
Goldene Regeln für die Katzenfütterung
Was fressen Katzen – das haben wir ausführlich geklärt. Aber was sollte man bei der Fütterung noch beachten? Hier kommen unsere besten Tipps:
- Regelmäßig füttern – Junge Kätzchen sollten 4–5 Mahlzeiten am Tag bekommen. Als Faustregel gilt: Füttere deiner Wohnungskatze über den Tag verteilt drei bis fünf kleinere Mahlzeiten. Am besten servierst du die Mahlzeiten immer zur selben Tageszeit.
- Ruhiger Futterplatz – Sorge dafür, dass deine Katze ungestört und ganz in Ruhe fressen kann. Platziere den Napf am besten in einer ruhigen Ecke.
- Kein kaltes Futter – Das Futter sollte immer Raumtemperatur haben. Wenn du Nassfutter im Kühlschrank aufbewahrst, solltest du die Dosen bzw. Packungen rechtzeitig rausstellen.
- Frisches Wasser – Stelle sicher, dass deine Katze immer Zugang zu frischem Trinkwasser hat. Wechsle das Wasser täglich aus.
- Gute Hygiene – Achte auf saubere Näpfe und Schüsseln. Spüle das Geschirr nach der Fütterung gut mit heißem Wasser aus und serviere neues Futter nur aus einem sauberen Napf.
Wenn du nicht nur wissen möchtest, was du deiner Katze füttern darfst, sondern auch das Verhalten einer Katze verstehen möchtest, lies hier weiter.
FAQ: Was dürfen Katzen fressen und was nicht?
Was dürfen Katzen fressen, wenn man kein Katzenfutter hat?
Ein hochwertiges Katzenfutter versorgt deine Katze mit allen wichtigen Nährstoffen, so dass du nichts zufüttern musst. Sollte das Katzenfutter aber mal ausgegangen sein, ist das nicht tragisch. Koche deinem Stubentiger einfach ein ungewürztes Stück Fleisch: Die meisten Katzen lieben vor allem Huhn, Pute und Rindfleisch. Aber auch Gemüse, Obst, gekochte Eier und kleine Mengen Quark und Joghurt sind erlaubt.
Welches Obst und Gemüse dürfen Katzen fressen?
Einige Katzen sind Beeren-Fans und lieben Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren. Auch klein geschnittene Melone, Apfel und Banane werden von Katzen gern genommen. Gemüse solltest du immer gekocht haben. gedämpft und ungewürzt anbieten: Rohkost wird deine Katze vermutlich nicht annehmen. Versuche es am besten mit gedünstetem Brokkoli, Möhren, Spargel, grünen Bohnen, Kürbis oder Erbsen. Erfahre mehr darüber, welches Obst und Gemüse für Katzen geeignet ist.
Sorge dafür, dass deine Samtpfote gesund und glücklich bleibt, und informiere dich auch darüber, wie oft du deine Katze füttern solltest.
